Wo sind denn diese Väter

Pia Ziefle fragte hier hier, wo denn die Väter wären und konnte mich eines Kommentars nicht enthalten.

 Ich schrieb schon mal, dass ich einer von diesen Exoten bin, der sich komplett auf den Rollentausch eingelassen hat. Von daher kann ich fast alle Fragen nur mit ja beantworten, ein paar Bemerkungen habe ich aber dennoch.
(1) Steigen Väter tatsächlich nicht mit ins Eltern-Boot?Manche ja, auch als wir noch in der traditionellen Rollenverteilung gelebt haben, war ich glaube ich ein eher engagierter Vater. Und wie ich bereits versucht habe deutlich zu machen, ist – nicht zu Hause zu sein immer auch ein weniger an Verantwortung. Egal, wer nicht daheim ist. Und entscheidend ist für mich eine andere Frage, im Fall des Falles, ist man dann da. Es gibt fast immer diese Endscheidungen, an denen sich zeigt, welche Lebenswelt einem wichtig ist. Und da ticken meine Frau und ich gleich. Die Arbeit ist nur das Mittel zum Zweck.

(2) Lassen Mütter Väter nicht mit einsteigen?

Schwierige Frage. Auch hier haben meine Frau und ich viel viel Arbeit hinter uns. Inzwischen haben wir es geschafft, in allen wichtigen Dingen einen Kompromiss gefunden zu haben, mit dem Beide leben können. Das ist aber vieler Gespräche geschuldet, vieler Diskussionen und auch dem einen oder anderen Streit.

(3) Ist es die Erwerbsarbeit, die Vätern schwer bis unmöglich macht, Vater zu sein?

Nein!!! Aber, was ich oft bei befreundeten Familien erlebe, ist das das liebe Geld wichtiger geworden ist, als das Leben mit der Familie. Wenn wir entscheiden müssen, 500€ mehr pro Monat oder 1 Stunde mehr Zeit für die Kinder, wäre die Entscheidung klar. OK, ich fühle mich sehr privilegiert, weil das Geld meist fürs Leben reicht, aber ich glaube, dass viele hier völlig das Maass verloren haben. Sie glauben, es sei wichtiger, jedem Kind ein Apple Notebook, oder das eigene Auto finanzieren zu müssen, anstatt Ihnen das zu geben, was sie brauchen, Zeit und Verlässlichkeit.

(4) Wie sehen Väter sich selbst in ihrer Rolle als Vater?

Hab ich in meinem Fall schon beantwortet.

(5) Wo sehen Väter ihren Beitrag zur Familie?

(6) Wo sehen sie ihre Beziehung zum Kind?

(7) Wie stellen sich Männer Familie vor, wenn sie a) noch keine haben, b) eine haben, und c) ihre eigene sich anders wünschen?

Ich wollte früher keine Familie. Das was ich jetzt habe, hätte ich nie erwartet zu bekommen. Und ehrlich, ich bin, war und werde immer der Erfüller meiner Träume, was die Familie an geht sein. Vielleicht tauschen wir noch einmal, oder finden das, was wir eigentlich wollen. Beide arbeiten und beide sind für die Kinder da. Das dauert aber noch.

(8) Was tragen Väter dazu bei, dass sich ihre Vorstellungen erfüllen?

(9) Wie stark empfinden Väter Gestaltungsmöglichkeiten in ihrem (Vater-)Leben – und was trägt positiv dazu bei?
und zuletzt:

(10) Würde die Mutter der Kinder ähnliche Antworten geben?

Sie würde dieselbe Antwort geben, bestimmt!

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