Vereinbarkeit Kinder und Beruf oder sind wir alle psychisch krank?

[UPDATE: In meiner Nachdenklichkeit habe ich vergessen, zu erwähnen, wer mich zu diesem Text inspiriert hat: Pia Ziefle veröffendlichte einen tollen Artikel in Ihrem Blog piaziefle.de/vereinbarkeit/, der mich inspiriert hat. Danke für die Anregung]

Zuerst einmal muss ich betonen, dass ich echt Glück in meinem Leben habe.

Das Glück, mit einer Partnerin zusammen zu leben, mit der ich über gewisse Rollenklischees nicht diskutieren muss. Es gibt und gab für uns nie Frauen- oder Männeraufgaben, sondern lediglich Dinge die eine Person besser kann und die andere nicht so gut. Dass es dabei – aufgrund unserer jeweiligen Erziehung – teilweise um rollentypische Verteilung von Aufgaben handelt, hieß nie, dass diese Aufteilung zementiert sind, sondern eher, dass diese Defizite, die die oder der eine hat, gemeinsam verändert werden können und müssen.

Das Glück, dass ich meine Entscheidung für die Kinder ganz bewußt fällen konnte. Nein, wir waren nicht plötzlich schwanger, sondern stellten fest, dass uns das, was man so Erziehung nennt, liegt und wir – wenn wir uns weiterbilden vielleicht sogar sehr gut darin werden können (irgendwann in der Zukunft, eventuell).

Das Glück, von einigen Menschen, die mir wichtig sind Lob für meine Arbeit zu erhalten. Und ganz ehrlich dieses Glück ist mir sehr wichtig.

Das Glück, dass meine Frau und ich einen Weg gefunden haben, in dem sich ihre und meine berufliche Karriere in beiderseitiger Zufriedenheit widerspiegelt.

Und dennoch stelle ich immer wieder fest, dass unsere Gesellschaft Kinder nicht will. Dass viele feministischen Forderungen eigentlich, in meinen Augen garnicht feministisch sind, sondern Forderungen, die etwas mit der Rolle der Kinder in unserer Gesellschaft zu tun haben. Und verdammt noch mal, wie kann es sein, dass wir immer noch in einer Gesellschaft leben, in der Kinder zu haben, bedeutet vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu sein.

Es macht keinen Sinn, dass:

  • Eltern einem potentiellen Arbeitgeber erklären müssen, wie sie die Betreuung der Kinder denn regeln.
  • Eltern einen Lebenslauf zu erklären haben, indem Lücken in der Berufstätigkeit aufgrund von Betreuungszeiten für die Kinder vorkommen.
  • Eltern für die Betreuung ihrer Kinder teilweise mehr investieren müssen, als das Gehalt einer der beiden Partner
  • Eltern, die sich entscheiden, sich um die Kinder zu kümmern, von Teilen der Gesellschaft belächelt werden.
  • Karrieren unwiderruflich beendet sind, wenn man sich eine Zeitlang um die Kinder kümmert.
  • Es Eltern gibt, die ihre Kinder garnicht oder teilweise garnicht sehen, weil sie sich für einen bestimmten Karriereweg entschieden haben.
  • Politiker die Familienpolitik bestimmen, die ihre Kinder nur einen Tag in der Woche sehen, weil sie sich ja für die Politik entschieden haben.
  • Es überhaupt einen Text im Internet gibt, in dem es darum geht, wie man in 15 Minuten ein guter Vater sein kann.

Es geht – so dachte ich immer – bei der Kindererziehung um die Betreuung unserer aller Zukunft. Es ist und bleibt eine verantwortungsvolle Aufgabe. Und ganz ehrlich – wenn ich mir die aktuellen Lebensumstände vieler Kinder und Familien ansehe – wird sie sogar immer verantwortungsvoller. Und doch bleibt immer wieder dieses Bild im Kopf weiter Teile der Gesellschaft, dass Kinder nur stören, dass Mütter oder Väter ja nichts zu tun haben.

Wie ich bereits berichtete, braucht es scheinbar die Weisheit vieler vieler Jahre, um über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Zumindest habe ich das Gefühl, wenn ich mit anderen Vätern über meine „Hausmann Rolle“ spreche. Solange Frauen und Männer in der eigenen Berufstätigkeit stecken, scheinen sie reflexartig ihre Nichtanteilnahme am Leben ihrer Kinder (auch derer, die noch nicht geboren sind) zu verteidigen. Ich glaube, sie müssen sich darüber lustig machen oder ihr Handeln verteidigen, weil sie eigentlich fühlen, was sie am Leben ihrer Kinder verpassen. Und genau dieses Gefühl können sie nicht ertragen. Erst ältere Menschen, die die Chance verpasst haben, sich auf ihre Kinder ein zu lassen sind manchmal in der Lage zu sagen: „Ehrlich finde ich toll, was sie machen, ich wünschte, ich hätte mich irgendwann im Leben auch einmal so entschieden.“

Ist unsere Gesellschaft kollektiv psychisch erkrankt? Haben wir in weiten Teilen kollektiv eine Bindungsstörung?  Wir lassen es zu, dass der berufliche Werdegang so wichtig wird, dass die Hege, Pflege und Versorgung des Nachwuchses gering geschätzt wird. Und auch die Geringschätzung, Ablehnung und die Lächerlichmachung, der man als Elternteil begegnet, wenn man sich outet, als derjenige, der sich um die Kinder kümmert, ist etwas das mich sehr an die Reaktion eines psychisch Erkrankten erinnert, der seine Wahrnehmungsverzerrung noch nicht wahrhaben will.

Wenn eine Spezies es geschafft hat, dass die Versorgung des Nachwuchses unwichtiger wird, als der berufliche Erfolg, läuft irgendetwas schief. Wenn wirklich überlegt wird, ob durch das Einfrieren von Eiern die Aufzucht des Nachwuchses in die Zukunft verlegt wird, weil es man ja mit 70 Jahren perfekt für die Kindererziehung geeignet ist.

An guten Tagen kann ich es wirklich schaffen nur zu lächeln, wenn mir ein beruflich erfolgreicher Vater erklärt, dass Kinder ja nicht das Zentrum dieser Welt sind. An schlechten Tagen möchte ich ihn schütteln und anbrüllen, ob er sich bewusst ist, was er da gerade gesagt hat.

Es war genau dieses Gefühl, meinen Kindern nahe sein zu wollen, dass in mir vor ungefähr fünf Jahren überhaupt den Wunsch kreierte, die „Rollen zu tauschen“. Und es war eine meiner besten Entscheidungen in meinem Leben.

Es geht nicht darum, dass Menschen entscheiden, keine Kinder haben zu wollen. Selbst Eltern, die sich von ihren Kindern verabschieden, weil sie sich von ihren Ehepartnern trennen, sind mir lieber, als die, die sich nicht kümmern, dafür aber ständig einmischen. Ich persönlich kann mir dies emotional zwar nicht vorstellen, aber konsequent nein zu Kindern zu sagen, ist OK für einzelne Personen. Nicht jedoch für eine komplette Gesellschaft.

Unsere Gesellschaft wird genauso bleiben, wie sie ist, wenn wir die Erziehung unserer Kinder nicht als unser wichtigstes, höchstes Gut betrachten. Und ehrlich gesagt nehme ich die aktuellen Tendenzen eher als gegenteilig wahr.

Und parallel dazu könnten wir gemeinsam darüber diskutieren, wie wir unsere tradierten Rollen aufbrechen. Wie wir verhindern können, dass ein Teil der Gesellschaft sich als unfähig betrachtet, sich um die Kinder und/oder den Haushalt zu kümmern, weil er es ja nicht gelernt hat.

Mir sind Männer, die nicht wissen, wie man eine Waschmaschine, ein Bügeleisen oder einen Dampfreiniger betätigt eher suspekt. Hey Jungs, das ist Technik, damit müßtet ihr Euch doch auskennen.

Ähnlich ergeht es mir beim Thema Kochen. Die bekanntesten Köche sind Männer, da sollte es doch auch dem Rest der Jungs möglich sein etwas essbares zu servieren.

Genauso ergeht es mir aber auch bei Frauen, die behaupten, kein Loch in die Wand bohren zu können oder die Reparatur eines Fahrrades lieber dem Freund zu überlassen, weil der das ja besser kann.

Und ich habe noch keine Tätigkeit im Alltag gefunden, die von irgendjemandem nicht hinreichend gut erlernt werden kann.

Also gibt es keine wirklichen Argumente, unsere tradierten Rollen bei zu behalten. Auch, wenn es anstrengend ist, auch wenn es manchmal scheinbar unmöglich erscheint. Es erscheint nur unmöglich, weil man sich nicht auf das Experiment einlassen will, weil Unsicherheiten entstehen. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass dies mehr die eigenen Schranken im Denken sind, als echte Hindernisse.

Und wenn wir diese beiden wichtigen Themen bearbeitet haben, werden wir erfreut feststellen, dass viele viele andere Probleme keine Rolle mehr spielen.

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Meine lieben Lehrer, hört auf zu jammern

Ich bin aufgrund meiner ehemaligen Berufswahl (ich wollte einmal Lehrer werden) und aufgrund meiner vier Kinder viel in Gesprächen mit Euch. Ich höre regelmäßig aus Eurer Richtung, wie schlimm sich der Schulalltag verändert hat. Immer mehr erzieherische Aufgaben werden von Schule verlangt. Die Kinder werden immer schlimmer. Klagen über Klagen.

Inzwischen gibt es nicht nur vereinzelt Kinder, die bereits im ALter von 12 Jahren regelmäßig von der Schule suspendiert werden. In Zeiten, in denen allerorts von Inklusion geredet wird, werden vermehrt Kinder aus der Unterrichtssituation ausgeschlossen.

Bitte, bitte hört auf zu jammern. Ihr habt Euch für diesen Beruf entschieden. Ein Beruf, der Gestaltungsräume bietet, die viele viele andere Berufe gerne hätten. Ein Beruf, in dem ihr die Freude habt, Euch um unser aller Zukunft zu kümmern. Solltet ihr an dieser Aufgabe verzagen , wechselt den Beruf. Werdet was immer, aber arbeitet nicht mit Kindern, denn diese sind die Letzten, die an der Misere eine Schuld tragen. Was Kinder brauchen sind vor allem Menschen, die sich für sie einsetzen, für sie kämpfen, ihren Stimmen Gehör verschaffen.

Zeitgleich mit all dem Gejammer, haben es Lehrer klaglos mit getragen, dass inzwischen 5 jähríge Kinder eingeschult werden (Zumindest in NRW). Dass die Schulzeit von Gymnasiasten gekürzt wurde. Dass der Schulstoff seit Jahrzehnten immer umfangreicher wird – ich weiß, solche schleichenden Entwicklungen sind schwer zu beobachten, aber mit etwas Abstand wärt ihr in der Lage dies zu sehen. Dass Schulformen aufrecht gehalten werden, obwohl die Kinder, die diese Schulform verlassen, keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Aber ihr nehmt es klaglos hin, lasst Euch Eure Arbeit von wirtschaftlichen Lobbygruppen negativ beeinflussen und schiebt dann die Schuld für die Entwicklung den Kindern zu.

Es gibt keine kindliche Reaktion aus dem Nichts. Jedes kindliche Verhalten hat eine Ursache und es gibt sicherlich viele Ursachen, die außerhalb Eurer Einflussnahme liegen, aber die, die ihr beeinflussen könnt, wären ja vielleicht schon einmal ein Anfang für das eigene Handeln. Und über die anderen erwarte ich auch aus der Lehrerschaft Diskussionsanstöße. Es ist an der Zeit den öffentlichen Diskurs zu suchen, um Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.

Ihr könnt nichts daran ändern, dass beide Elternteile gezwungen sind, zu arbeiten und somit den Kindern Unterstützer daheim fehlen. Oder Familien zerbrechen und dann der alleinerziehende Teil überfordert ist. Oder, oder, oder. Aber an den oben genannten Dingen könntet ihr etwas tun. Es ist Eure Aufgabe, Eure Arbeit zu gestalten.

Statt zu klagen über die Verrohung des Alttags gestaltet doch bitte den Raum, in dem ihr Euch bewegt, für den Ihr Verantwortung tragt.

Und noch etwas: Hört auf Euch als Pädagogen zu bezeichnen. Ich weiß, es ist der Lehrerausbildung geschuldet, dass viele von Euch Fachidioten mit didaktischem Hintergrund sind. Aber ich glaube, dass alleine der Ausschluss von Kindern aus dem Unterricht zeigt, dass ein pädagogisches Wirken in Schule nicht stattfindet.

Geht und bildet Euch weiter, wenn Ihr nicht wisst, wie kindliche Entwicklung funktioniert. Lasst Euch von Menschen, die sich damit auskennen, erklären, wie Ihr Euren Schülern eine Beziehung anbieten könnt. Holt die Kinder in Ihrer Lebenswirklichkeit ab und gestaltet mit Ihnen zusammen einen Raum, in dem es nicht nur Hindernisse gibt, sondern ein Weg um und über diese Hindernisse. Lasst Euch erklären, wie man mit Impulsdurchbrüchen umgeht. Arbeitet zusammen mit Therapeuten, Sozialpädagogen und Eltern daran Schule zu gestalten. Fordert mehr Lehrerstellen, damit nicht der Ausfall eines Kollegen kaum noch abzufangen ist. Aber vor allem verliert nicht die Kinder aus dem Blick und jammert nicht ständig darüber, welche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Einstellungen in der Schülerschaft fehlen, sondern überlegt gemeinsam, wie ihr diese herstellen könnt, denn das ist Pädagogik.

Ich weiß, dass es Lehrer gibt, die all dies tun. Die als Einzelkämpfer im System tolle Arbeit machen. Aber ich sehe keine Proteste, höre keinen Aufschrei sondern nur dieses stille Klagen hinter vorgehaltener Hand. Und wenn es etwas gibt, dass nicht hilft, dann ist dies das Jammern hinter vorgehaltener Hand.

Erstes Zwischenfazit

Nun haben meine Frau und ich drei Jahre lang die Rollen getauscht.

Und irgendwie habe ich das Gefühl, es ist Zeit für ein Zwischenfazit.

Viele Befürchtungen, die ich zu Beginn hatte, haben sich in Luft aufgelöst:

  • Meine Kinder haben den Rollentausch schneller verarbeitet, als erwartet.
  • Ein Vater kann all das, was eine Mama auch kann.
  • Ja, Hausarbeit ist eintönig, doof und nervig, aber: Der Mann ist ein Gewohnheitstier
  • Man muss nicht Mutter sein, um die Mutterrolle – was immer das auch ist – aus zu füllen

Andere Dinge dagegen haben mich überrascht.

Es sind die älteren Personen (mindestens über 50), die den Rollentausch positiv bewerten. Gerade von älteren Männern bekomme ich Zustimmung oder höre ich Stimmen wie: „Das hätte ich vielleicht auch machen sollen.“ Und sehr oft habe ich Bedauern in der Stimme gehört – kann aber natürlich auch der eigene Wunsch sein, der dies hören wollte.

Die Reaktion der mittleren Altersgruppe war es eher, die mich überrascht hat. Wie oft meine Frau sich dort rechtfertigen musste. Erklären musste, dass sie nicht Haushalt und Kinder und einen faulen Ehemann hat. Ich in eine Rechtfertigungsposition gedrängt wurde, dass Hausarbeit, vier Kinder (darunter 3 Schulkinder) als Beschäftigung ausreichen, zeigt, wie gering gerade diese Altergruppe diese Teile des Lebens schätzt. „Wie? Und Du machst nix?“ – ungläubiger Blick.

Sehr oft gibt und gab es auch Bemerkungen, die – kann wieder meine Einschätzung sein – mich zwar einerseits zum Idioten abstempelten, aber nicht in den Diskurs wollte. „Oh ja, kann man machen.“ – lächelt – geht ab.

Die Idee alleine ist es, die für einige Menschen so abwegig ist, dass sie in die falsche Begrifflichkeit wechseln. Nicht nur einmal wurde ich als Alleinerziehender Vater tituliert.

Der Umgang mit Ärzten, Lehrern, Kindergärtnerinnen und in meinem Fall auch mit dem Jugendamt benötigt eine Menge Selbstbewustsein. Viele dieser Experten meinen, für die Kinder Entscheidungen treffen zu dürfen. Verantwortung zu tragen, ohne jedoch den gesamten Zusammenhang zu sehen. Da auf die Bremse zu treten ist oft anstrengend und aufreibend.

Super interessant ist, dass sich viele Rollenklischees in Luft aufgelöst haben. Ich dachte immer, es wäre genetisch angeboren, dass

  • Frauen nachts wach werden, wenn ein Kind weint
  • Frauen ordentlich und Männer unordentlich sind
  • ….

Vieles davon hat sich als absolut falsch erwiesen. Derjenige der arbeitet, ist nicht derjenige mit der Verantwortung für die Kinder. Und wenn man sich willentlich auf diese Verantwortung einläßt, ändert dies vieles. Die Männergrippe funktioniert nicht, wenn man für die Kinder da sein muss. Dahingegen kann eine Frau diese Männergrippe genauso ereilen. Die Erkältung, die sich aufgrund von Überlastung im Berufsleben in den Vordergrund schiebt ist die eigentliche Männergrippe.

Natürlich sind Frauen und Männer nicht gleich. Männer putzen vollkommen anders ;-). Fensterputzen ohne Dampfreiniger, geht gar nicht. Saugen mit dem 40 Euro Billigsauger, nee nee, da wird lange gesucht und der perfekte Helfer gefunden. Die Anzahl der Spezialreiniger in unserer Schublade hat sich vervierfacht. Liegt vielleicht an mir, aber ich glaube diese Technikbegeisterung wird halt auch dort ausgelebt.

Aber, das eigentliche Ergebnis ist dasselbe. Die Bude ist sauber (Naja, manchmal zumindest 😉 ).

Aber das eigentliche Erlebnis, das ich gesucht hatte, als ich mich auf den Tausch eingelassen habe, habe ich auch gefunden. Und ich kann nur alle Männer dazu auffordern sich darauf ein zu lassen. Die Kinder einen ganzen Tag um sich zu haben, ist nicht vergleichbar mit den Abenden und Wochenenden, die ich vorher zur Verfügung hatte.

Zum Beispiel: Ein Mädchen durch die Pubertät zu begleiten, hilft auf so vielen Ebenen, Frauen und ihre Eigenarten zu verstehen. Mit zu bekommen, wie sehr sich die junge Dame mit dem Wachstum ihrer Brüste beschäftigt oder zu sehen, wie sie mit der Aufmerksamkeit kämpft ist beeindruckend.

Das Gefühlsspektrum, das die Kinder zeigen, ihre Entwicklung hautnah mit zu erleben ist und das nicht nur für ein zwei Wochen ist spektakulär. Denn es braucht schon einige Zeit, damit die Kids es auch zulassen, diese Rolle ein zu nehmen. Der Papi kann immer der Tröster sein, aber als DER TRÖSTER, muss er auch da sein, wenn benötigt. Und sich da sicher zu sein, geht nicht in ein bis zwei Wochen, sondern dauert länger. Denn DER TRÖSTER ist derjenige, der auch da ist, wenn Finja heute blöd war, wenn das Basteln nicht geklappt hat, oder der Gang zur Toilette zu spät war. Diese Kleinigkeiten täglich zu begleiten, erhöht die Nähe zu den Kindern um so viel.

Und auch für meine Kids war es spannend. Jedes Kind hat eine Präferenz. Ist mehr Papa- oder Mama-Kind. Aber auch das Mama-Kind kommt mit Papa klar, wenn er der einzige Ansprechpartner ist. Und auch das Papa-Kind vermisst Mama, wenn sie nicht da ist.

Kurz: Es hat unheimlich Spass gemacht. Und es bleibt spannend.