Man(n) ist halt doch anders

Es gibt nicht viele Situationen, in denen man sich als erziehender Vater nicht ernst genommen fühlt, oder auf Situationen stößt, die sich als Frau so nicht ergeben würden.

Sicher, da gibt es die Väternachmittage im Kindergarten, bei denen es vor allem darum geht, den arbeitenden Vätern auch einmal die Chance zu geben, mit ihren Kindern spielerisch Zeit zu verbringen. Zu sehen wie die Zeit der Kinder im Kindergarten so ist. Das ist OK so, denn man muss schon einsehen, dass es eher selten ist, dass Männer den erzieherischen Teil der Erziehung übernehmen und somit allein aus dem täglichen Umgang bereits einen guten Eindruck von dieser Situation haben.

Sicher da gibt es diese Situation bei Elternabenden, Sprechtagen und ähnlichen Veranstaltungen, bei denen der männliche Teil der Schöpfung notorisch unterrepräsentiert ist. Aber alles dies ist nichts im Vergleich zum Kinderabholen nach dem Schwimmtraining.

Dass sich Frauen in der Jungskabine aufhalten ist völlig normal. Niemand nimmt dort Anstoß, sind ja die Mütter. Die selben Frauen beschweren sich aber, wenn Väter in der Mädchenkabine sind.  Ich kann dieses Unbehagen ja vielleicht auch nachvollziehen, bin zu Absprachen bereit, finde es aber auch wichtig, mein 6 jähriges Mädchen beim Umziehen zu begleiten, da ich ansonsten mit Verzögerungen von einer knappen Stunde rechnen muss.

Mein Vorschlag, später in die Kabine zu gehen, so dass Mädchen die sich genieren vorher die Zeit haben sich umzuziehen, wurde mit dem Satz kommentiert, es wäre schließlich eine Mädchenkabine, dort hätten Männer nichts zu suchen.

Wie gesagt, es handelt sich um dieselbe Frau, die sich an deinem anderen Tag um ihren Sohn in der Männerkabine kümmert und den Hinweis darauf mit: „Das ist ja auch was ganz anderes.“ abtut.

Väter sind halt doch nicht dasselbe wie Mütter.