Ich hab da mal recherchiert 

2012 gab es in 882368 Familien Hilfen zur Erziehung. beteiligt waren 1002968 Kinder beteiligt.

Im selben Jahr gab es Deutschlandweit 40227 Inobhutnahmen. Diese sind nicht gleichzusetzen mit einer „Wegnahme“ der Kinder. Bisher habe ich da noch keine Zahl. Es sind weniger als 5%. Immer noch zu hoch, aber es zeigt sich deutlich in welchem Verhältnis Familienhilfe und Heimunterbringung stehen. Quelle: statistisches Bundesamt, weitere Zahlen folgen. 

Der im Beitrag „Mit Kindern Kasse machen“ vermittelte Eindruck: Kinder rausnehmen statt Prävention stimmt in jedem Fall nicht. Denn Beratung, Sozialpädagogische Familienhilfe und weitere Hilfsmaßnahmen sind weit häufiger als Inobhutnahmen. Zusätzlich ist noch lange nicht jede Inobhutnahmen eine Heimunterbringung, sondern die Folge einer angezeigten Kindeswohlgefährdung. Was dann nach 24 Stunden passiert ist nochmal was ganz anderes.

Bei mir entsteht vielmehr inzwischen die Frage: Was passiert in unserer Gesellschaft, dass soviele Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder Unterstützung benötigen. Oder reagieren Jugendämter, Kindergärten und andere Stellen zu schnell wenn es um Kindeswohlgefährdung geht? Aus meiner Filterblase heraus ist die Antwort eindeutig: Nein, besteht die Gefahr einer Gefährdung bitte weiter eingreifen! Bitte! Und die Reaktionen auf einen Misserfolg sprechen ja auch Bände!

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