Hilfe, die niemand braucht

Die Bedürftigkeit meiner Kinder ist von allen Menschen spürbar und nicht selten führt dieses Gefühl zu Problemen, die zu Schwierigkeiten führen. Denn es handelt sich scheinbar um ein Gefühl welches nicht bewusst wahrgenommen wird.

Da reagieren plötzlich Menschen völlig über, versuchen Ärzte, Therapeuten, Lehrer oder Jugendamtsmitarbeiter die Entscheidungshoheit an sich zu reißen oder Therapiepläne in Frage zu stellen.

Dies wäre in vielen Fällen positiv, denn jede zusätzliche Meinung, Sichtweise oder Information ist hilfreich. Den hier geschilderten Fällen ist jedoch eines gemeinsam, dass aus der hilfreichen Aktion eine nicht hilfreiche Aktionitis macht.
Diesen Menschen fehlt häufig der professionelle Abstand. Sie informieren sich nicht, verschaffen sich keinen Überblick über die Situation, sondern fühlen sich verpflichtet sofort und unverzüglich zu handeln, ignorieren jegliche andersartige Meinung und agieren aus einem Beschützerinstinkt heraus. Und um so eigenartiger empfinde ich es, dass es sich oft um Menschen handelt, die durch ihren Beruf mit mehr als einem solchen Fall zu tun haben.

Hier ist es absolut wichtig, sich so schnell wie möglich abzugrenzen. soweit dies möglich ist. Es führt nicht selten zu einem Konflikt und wenn nötig muss man als Verantwortlicher den Kontakt so direkt, wie es irgendwie möglich ist aus dem Wege gehen. Doch nicht immer ist dies ohne rechtlichen Konflikt möglich, so dass wir gezwungen waren, auch das Gericht anzurufen. Schade, denn eigentlich müsste man mit jedem zusammenarbeiten, der helfen will.

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Echte Trauer

Echte Gefühle sind etwas, dass man mit Kindern oft erfahren kann. Leider nicht nur die positiven.
Und es gibt Wahrnehmungen, die lassen sich nur schwer Unbeteiligten erklären. Und doch, um so beeindruckender sind diese Erlebnisse. Unser Jüngster hat es geschafft wirklich um seine vorherige Kindheit zu trauern. Über den Scheiss, den er erlebt hat. Tiefste Tränen mit viel Trösten und Ankuscheln, zumindest für seine Verhältnisse- es handelte sich um knapp zwei Minuten.

Es ist nicht nur beeindruckend, sondern vor allem tief bewegend solche Momente zu erleben. Und erst recht, die Befreiung, die sich daraus ergibt, die Nähe, die entsteht.