Gefühle

Der Gefühlshaushalt unserer Kinder war anfangs immer ziemlich durcheinander. Na klar gab es Freude, Trauer und Wut, aber was machen diese Gefühle mit mir? Der eine kann seine Wut nicht unter Kontrolle bringen, ja nicht einmal äussern, die andere weiß nicht, wie mit ihrer Unsicherheit umgehen. Große – zu große Freude ist ebenfalls ein Problem.

Diese Prozesse zu beobachten ist ungemein spannend. Auch wenn die Änderungen so klein sind, dass man sehr große Abstände braucht, um sie zu bemerken. Meist sind es eher Aha-Erlebnisse, die die Änderung zeigen, der Wutausbruch, der sich ohne Hilfe im eigenen Zimmer austobt, oder das Kind, das seine Trauer zum ersten mal deutlich zeigt.

Und es gehört sovieles dazu, diesen Weg zu gehen.
Ich muss schon viel Sicherheit in meiner Umgebung haben, um ihr meine Wut zu zeigen.

Ich muss mit diesem Wirrwarr in mir ersteinmal klarkommen.

Ich muss meine Gefühle sortieren.

Ich muss lernen meine Gefühle von denen meiner Umgebung zu unterscheiden.

Und dann muss ich üben, üben, üben. Und bei den nicht so positiven Gefühlen kann das sehr anstrengend für meine Umgebung sein. Ein Mädchen, dass alle Nase lang wütend ist, eine Herausforderung für alle.

An guten Tagen kann ich es, spiegeln, dass ich die Wut wahrgenommen habe, die Äußerung ernst nehmen, ohne selbst emotional beteiligt zu werden, klarstellen, dass dies an meinen Gefühlen zu ihr nichts ändert.

Und an schlechten muss man sich nur immer wieder daran erinnern, dass es nur so geht.

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